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BVDM - Turnierrichtlinien
Regularien für die Deutsche Meisterschaft für Männerballette
Aufmarsch / Abmarsch
Der Auf- und Abmarsch bei den Tänzen darf 1 Minute nicht überschreiten.
Der Auf- und Abmarsch erfolgt an einer vom Veranstalter angegebenen Seite und Platz.
Der Auf- und Abmarsch sollte Publikumswirksam gestaltet sein, er wird nicht gewertet.
Gemeinsame Mindesttanzzeit
Alle Personen müssen die vorgegebene Mindesttanzlänge gemeinsam tanzen. Die Mindesttanzzeit in der Vorrunde beträgt 2 Minuten und die maximale Tanzzeit beträgt 4 Minuten. Im Finale darf die maximale Tanzzeit 10 Minuten betragen. Zwischen Einmarsch und Tanz muss eine kleine Pause sein und die Musik neu starten. Man muss ganz klar raushören und sehen dass der Tanz anfängt.
Hinweis: Aus meiner Erfahrung möchte ich euch darauf hinweisen, dass weniger manchmal mehr ist. In der Vorrunde hat uns der ein oder andere Tanz überzeugt und in der vollen Länge im Finale waren leider manche Passagen zu langatmig und haben somit Punkte in der Choreographie verloren. Fazit: Ihr solltet die vollen 10 Minuten nur nutzen, wenn ihr diese unbedingt benötigt um eure Geschichte zu erzählen!!! Ebenfalls kann ich nicht empfehlen, für das Finale einen neuen Tanz zu nehmen, damit hat sich bis heute noch keiner verbessert. Natürlich ist euch eure Entscheidung freigestellt.
Erklärung der 2 Minuten Mindesttanzzeit: Hier müssen, um eine optimale Bewertung zu erhalten alle Personen mindestens 2 Min. zusammen tanzen und nicht ein Teil der Gruppe am Bühnenrand stehen oder auf dem Boden sitzen oder sich beim umziehen hinter einer Requisite befinden etc.!!! Bei einem überschreiten der Tanzzeit erfolgt Punktabzug! (5 Punkte pro Wertungsrichter)
Kulissen, Requisiten, Beleuchtung, technische Effekte
Kulissen – sind nicht erlaubt.
Requisiten - sind erlaubt müssen aber in den Tanz eingebunden werden.
technische Effekte - sind nicht erlaubt. Es darf kein offenes Feuer und Pyrotechnik verwendet werden. Eigene Beleuchtung darf nicht genutzt werden.
Erklärung Kulissen bzw. Requisiten: Kulissen sind große, sperrige Bühnenbilder oder unbewegliche Aufbauten. Requisiten sind kleinere und leichte Bühnenwände / Teile / Dekorationen / Vorhänge sowie Kisten, Fässer, Schwerter, Stöcke etc.
Tanzbewertung
Es dürfen Elemente aus allen Bereichen des Tanzes verwendet werden. Es wird auf eine größtmögliche Vielfalt von Schritten und Figuren Wert gelegt. Überwiegendes Laufen ohne Einsatz von Schrittfolgen, sowie Wiederholungen von ganzen Schrittfolgen sind zu vermeiden.
Erklärung: einfaches laufen von A nach B ist kein Tanzen hier gibt es eine Vielzahl an Schrittvariationen. Wiederholungen sind z.B. wenn man eine Schrittfolge rechts macht und diese dann links komplett wiederholt oder eine Wiederholung einer ganzen Passage später noch einmal im Tanz zeigt. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Elemente darf das Leistungsniveau der Tänzer nicht übersteigen. Grundlage für eine optimale Bewertung ist eine konstante Gesamtleistung der Gruppe, in die sich
choreographische Parts einzelner Tänzer und/oder Gruppen nahtlos einfügen müssen. Bilder, Aufstellungen und Posen sollen abwechslungsreich und kreativ sein. Sie müssen auf die Betonungen der Musik gesetzt werden. Auf korrekte Einhaltung von Abständen, Linienführung und Schrittkombinationen ist zu achten. Positionswechsel von Bild zu Bild haben fließend, zügig und harmonisch zur Musik zu erfolgen.
Kein Bühnenhelfer darf während dem Tanzvortrag auf der Bühne sichtbar sein. (hinter der Requisite erlaubt).
Erklärung: Falls man Bühnenhelfer benötigt, sollten sie sich nach dem Aufbau der Requisite, hinter dieser Positionieren (für das Publikum und die Jury nicht sichtbar). Sie dürfen während dem Einmarsch, dem Tanzvortrag und dem Ausmarsch nicht gesehen werden ansonsten fließen sie mit allen Bewertungskriterien (Präsentation, Schminke, Tanztechnik, Choreographie, Ausführung, 2 Min. Mindesttanzzeit etc.) in die Wertung mit ein. Dies bedeutet zwangsläufig eine schlechtere Bewertung und Punktabzug wegen Regelverstoß!!!
Die Choreographie und die Kostüme müssen mit der Musik im Einklang stehen, so dass man den vorgestellten Tanz eindeutig zuordnen kann. Hebungen sind ohne Begrenzung in der Anzahl erlaubt.
Erklärung: Sambakostüme passen nicht zur Countrymusik.
Die Tänze dürfen nicht gegen Sitte und Anstand verstoßen. Es werden alle Tänze bewertet. Die Musik kann frei gewählt werden.
Erklärung Sitte: Diese Frage stellt sich individuell und kann man nicht pauschal regulieren. Bsp. Sollte eine Gruppe Tarzan tanzen so würde man das blanke Hinterteil(Stringtanga) des Tarzan´s nicht beanstanden sollte dagegen ein Pippi Langstrumpftanz unter dem Röckchen den Hintern blank tragen so wäre dies bedenklich, widerrum bei einer Moulin Rouge Gruppe nicht!!!
Erklärung Anstand: Sollte man auf der Bühne eine realistische Todesszene mit offenem Sarg vertanzen, so wäre dies sehr bedenklich (Ausnahme ein Vampirtanz allerdings müsste der Sarg wirklich sein?) oder man würde Drogenmissbrauch verherrlichen, dies wäre ebenfalls ein Verstoß!
Wichtiger Hinweis: Jeder Verstoß gegen die Regularien werden nicht mit Disqualifikation geahndet sondern nur mit Punktabzügen in dem dafür vorgesehenem Bewertungskriterium (5 Punkte pro Wertungsrichter).
Erklärung: Es kann möglich sein, dass sich trotz eines Verstoßes eine Gruppe für das Finale qualifiziert Bei Punktabzug wird die betroffene Gruppe sofort informiert um gegebenenfalls für das Finale den Regelverstoß zu beseitigen.
Schwerpunkte der Bewertung
Präsentation (15 Punkte)
Ausstrahlung der Gruppe in Mimik und Gestik
Qualität der Musikaufnahme und Musikschnitte
Zustand der Kostüme, Requisiten, Frisuren, Masken, Schminktechnik und passendes
Schuhwerk
Erklärung: Ausstrahlung.........tanzen ist ein Ausdruck der Freude außer das Thema gibt etwas anderes her. Musikaufnahme: sie sollte bei Musikschnitten nahtlos ineinander übergehen ohne unnötige Pausen. Masken/Schminktechnik: Hier sollte man nicht sparsam sein, dies unterstreicht die ganze Präsentation und wird oft unterschätzt.
Karnevalistischen Aspekt (20 Punkte)
fantasievolle/karnevalistische Ideen (Herren als Damen, kreative Fantasiefiguren, karnevalistische Ideen etc.)
Erklärung: Für diesen Aspekt gibt es sehr viele Punkte damit die Männerballette das bleiben was sie sind nämlich Männerballette!!! Im Vordergrund bei dem BVDM steht das traditionelle Männerballett natürlich auch mit modernen Ideen aber vor allem der Spaß und die Unterhaltung.
Umsetzung (15 Punkte)
Umsetzung der Musik und passende Kostüme zum Thema und Musik
Schrittwahl
Kopien sollten vermieden werden
Erklärung: Natürlich sollen die Freiheiten nicht eingeschränkt werden aber wenn ihr ein vorhandenes Thema aufgreift sollte alles zueinander passen........so wie das bei einem Gardetanz klar ersichtlich ist solltet ihr dies auch bei einem Showtanz umsetzen. Zu den Kopien: Wenn ich mich z.B. für das Musical A Chorus Line entscheide werde ich evtl. auch die dazugehörige Choreographie sowie die Schritte aus dem Film übernehmen, damit aber Punktabzüge im Kreativverhalten erhalten. Vielleicht findet man ja eine eigene neue Lösung der Umsetzung!
Choreographie (15 Punkte)
Vielfalt der Schrittkombinationen, Formationen, Bilder und Posen, Raumaufteilung
Erklärung: Wichtig ist ebenfalls, wo und wie setze ich meine Höhepunkte. Wie komme ich von einem Bild zum anderen, macht die Choreographie Sinn oder laufe ich sinnlos von Bild zu Bild.
Kreativität (10 Punkte)
Vielfältigkeit und Ideenreichtum
Eigenen Ideen und originelle Schritte
Einfallsreiche Umsetzung
Tanztechnik (10 Punkte)
Körperbeherrschung z.B.: Schritttechnik (2 Punkte), Sprungvermögen (1 Punkt),
Drehvermögen (2 Punkte), Balance (2 Punkte), Flexibilität (2 Punkte), Körperspannung
und Kondition (1 Punkt).
Erklärung: Schritttechnik: nicht laufen sondern tanzen. Sprungvermögen: kleine und hohe Sprünge. Drehvermögen: Drehungen auf oder vom Platz sowie Pirouetten. Balance: Balanceelemente z.B. auf einem Bein etc.. Flexibilität: Dehnung wie Spagat, hohe Battements etc. Achtung, die gewünschten Elemente sollten möglichst von allen in der Gruppe gezeigt werden ansonsten werden diese als nicht gezeigt gewertet. Soloeinlagen fließen nur in die Choreographie ein nicht aber in die
Tanztechnik.
Ausführung (15 Punkte)
Synchronität
Korrekte Ausführung der Schritte und Formationen
Einhaltung von Linien, Abständen und Bildern
Erklärung Synchronität: Hier ist nicht nur die synchrone Bewegung der Gruppe gemeint sondern auch die Ausführung synchron zur Musik(im Takt).
Es kann eine Gesamtpunktzahl von 100 Punkten erreicht werden.
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